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Reisen von Krakau nach Lwiw: Zug, Bus und Grenzübergang

Planen Sie eine Reise in die Ukraine? Entdecken Sie die Routen von Krakau nach Lwiw. Wir vergleichen Zug, Bus und den Grenzübergang für Fußgänger, um Ihnen die Planung zu erleichtern.

practical-tips • 5 Min. Lesezeit

Reisen von Krakau nach Lwiw: Ein Überblick

Eine Reise von Krakau nach Lwiw ist mehr als nur eine Fahrt über die Grenze; es ist der Übergang in ein Land voller Resilienz und Geschichte. Auch wenn sich die logistischen Rahmenbedingungen geändert haben, ist die Route nach wie vor ein viel genutzter Pfad für Freiwillige, Einheimische und Touristen gleichermaßen. Die Reise von Polen in die Ukraine erfordert derzeit etwas mehr Planung als früher, ist aber absolut machbar. Die gängigste und effizienteste Route führt Reisende über die polnische Grenzstadt Przemyśl, die als wichtigstes Tor zur Westukraine fungiert.

Ein Passagierzug passiert die Gleise des Bahnhofs Przemyśl Główny, im Hintergrund sind historische Kirchtürme zu sehen.

📝 Bildunterschrift: Passagierzüge bei der Einfahrt in Przemyśl, eine wichtige Grenzstadt im Südosten Polens, die für ihre historische Architektur bekannt ist.

Egal, ob Sie Wert auf Komfort, Preis oder Geschwindigkeit legen – es ist wichtig, Ihre Optionen zu kennen: Zug, Bus oder der Grenzübergang zu Fuß. Da Grenzkontrollen die Reisezeit beeinflussen können, besonders in der Hauptsaison, überqueren täglich Tausende von Menschen diese Grenze. Mit den richtigen Informationen gelingt der Wechsel von der Europäischen Union in die Ukraine reibungslos und unkompliziert.

Die komfortabelste Option: Direktzug über Przemyśl

Für viele Reisende ist die Bahn die stressfreieste Wahl. Die Reise besteht aus zwei Abschnitten: Zuerst nehmen Sie einen Zug der polnischen PKP von Krakau zum Bahnhof Przemyśl Główny. Von dort steigen Sie in einen ukrainischen Intercity+ um. Dieser zweite Teil der Strecke nutzt die sogenannte Breitspur, wodurch der ukrainische Zug direkt nach Przemyśl einfahren kann, was das Umsteigen sehr einfach macht.

Ein PKP Intercity Zug in einem verschneiten Bahnhof in Przemyśl, Polen, mit historischer Architektur im Hintergrund.

📝 Bildunterschrift: Winterstimmung am Bahnhof Przemyśl Główny mit einem PKP Intercity Zug bei starkem Schneefall.

Der Hauptvorteil der Zugverbindung ist die effiziente Grenzkontrolle, die oft während der Fahrt oder bei einem festen Halt stattfindet. Das macht die Reisezeit planbarer als auf der Straße. Sobald Sie im komfortablen Intercity sitzen, umgehen Sie die oft unvorhersehbaren Staus an der Grenze und gelangen direkt ins Herz von Lwiw.

Fahrgäste auf einem Bahnsteig unter einem großen gewölbten Glasdach bei Sonnenuntergang am Bahnhof Lwiw.

📝 Bildunterschrift: Die historische Bahnhofshalle von Lwiw bietet bei Sonnenuntergang eine beeindruckende Kulisse für ankommende Reisende.

Mit dem Bus über die Grenze: Erwartungen und Reisezeit

Die Fahrt mit dem Bus, zum Beispiel mit FlixBus, ist die zweite Hauptoption und bietet den Vorteil eines Direkttickets von Krakau nach Lwiw. Für dieses Verkehrsmittel sollten Sie jedoch eine Portion Geduld einplanen. Das Hauptmerkmal von Busreisen sind die unvorhersehbaren Wartezeiten an der Grenze. Zwar läuft es manchmal zügig, doch die Schlangen können sehr lang werden, was eine genaue Ankunftszeit in der Ukraine schwer planbar macht.

Eine Straße zum Grenzübergang Medyka mit einer Schlange von Autos, einem Radfahrer und einem grünen Ortsschild unter blauem Himmel.

📝 Bildunterschrift: Die Zufahrtsstraße zum Grenzübergang Medyka zwischen Polen und der Ukraine mit Verkehr und lokaler Beschilderung.

Um nicht unnötig lange im stehenden Bus zu warten, empfiehlt es sich, die Reisezeit klug zu wählen. Das Verkehrsaufkommen an der Grenze steigt an Feiertagen, zu Weihnachten und während der sommerlichen Hauptreisezeit (von Juni bis Ende September) deutlich an. Wenn Sie in diesen Zeiträumen reisen, stellen Sie sich auf längere Wartezeiten ein, da die Fahrzeugschlangen wesentlich länger sind als in der Nebensaison.

Zu Fuß über die Grenze: Der Übergang in Medyka

Für Abenteuerlustige oder preisbewusste Reisende ist der Grenzübergang zu Fuß in Medyka ein echter Geheimtipp. Man nimmt dafür einen Inlandszug oder Bus nach Przemyśl und steigt dort in einen der häufig verkehrenden Kleinbusse um, die Fahrgäste direkt zum Grenzpunkt Medyka bringen. Die eigentliche Überquerung erfolgt zu Fuß über einen mehrere hundert Meter langen, eingezäunten Korridor.

Fußgänger und Radfahrer warten an einem sonnigen Tag am Grenzübergang Schehyni zwischen der Ukraine und Polen.

📝 Bildunterschrift: Der Fußgängerübergang Schehyni-Medyka ist ein wichtiger Transitpunkt für Reisende zwischen der Ukraine und Polen.

Ein entscheidender Vorteil für EU-Bürger und Inhaber internationaler Reisepässe: Es gibt einen separaten Durchgang. So lässt sich die längere Schlange umgehen, in der meist Ukrainer auf dem Weg nach Hause warten. Das macht den Prozess relativ schnell und verwandelt die Grenzformalitäten eher in einen zügigen Spaziergang als in stundenlanges Warten.

Von der Grenze nach Lwiw: Marschrutkas und Taxis in der Ukraine

Sobald Sie die Grenze zu Fuß überquert haben und im ukrainischen Ort Schehyni angekommen sind, gibt es zahlreiche Transportmöglichkeiten für das letzte Stück nach Lwiw. Taxis und sogenannte „Marschrutkas“ (kleine lokale Busse) warten dort praktisch rund um die Uhr. Die Marschrutka ist die preiswerte Wahl und kostet etwa 200 Hrywnja (ca. 5 Euro). Ein Taxi bietet mehr Privatsphäre und Schnelligkeit für etwa 20 Euro – teurer, aber nach europäischen Standards immer noch fair. Die Fahrt nach Lwiw dauert in der Regel eineinhalb bis zwei Stunden.

Der weiße Uhrturm des Lwiwer Rathauses und die Spitze der Lateinischen Kathedrale über den Dächern der Stadt unter bewölktem Himmel.

📝 Bildunterschrift: Blick auf das Lwiwer Rathaus und die Lateinische Kathedrale, zwei Wahrzeichen der historischen, UNESCO-geschützten Skyline der Stadt.

Die Ankunft in Lwiw ist ein Erlebnis für sich. Um die aktuelle Realität der Stadt wirklich zu verstehen, empfehlen wir Ihnen jedoch, über einen gewöhnlichen Stadtspaziergang hinauszugehen. Eine Teilnahme an unserer speziellen Tour in Lwiw ermöglicht Ihnen ein tieferes Verständnis für das Leben in Zeiten des Krieges. Unsere exzellenten lokalen Guides bieten Kontext, den Reiseführer nicht vermitteln können: Wir erklären, wie die Stadt funktioniert, wie die Bewohner ihre Zuversicht bewahren und welche historischen Schichten diese besondere Epoche prägen. Es ist eine Gelegenheit, der Stadt auf einer menschlichen Ebene zu begegnen, die man nicht verpassen sollte.

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