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Kulinarisches Krakau: Ein Reiseführer für Genießer

Wir zeigen dir die Top-5-Sehenswürdigkeiten Warschaus: Altstadt und Königsschloss, Łazienki-Park und Museum des Warschauer Aufstands.

Practical Tips • Food • 7 Min. Lesezeit

Kraków ist berühmt für seine Geschichte und die lebendige Kulturszene - und genauso fürs gute Essen. Hier lässt sich die polnische Küche perfekt entdecken: kräftige Suppen, herzhafte Klassiker und süße Desserts. Die Auswahl ist riesig, und viele Aromen bleiben lange im Kopf. Zeit für eine kulinarische Runde durch Kraków: mit Gerichten, die man probiert haben sollte, und ein paar Adressen, wo sie besonders gut sind.

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Pierogi: ein polnischer Klassiker

Ein Gericht, das man auf der ganzen Welt findet - von Chicagos Greenpoint bis ins brasilianische Curitiba, also überall dort, wo sich polnische Communities niedergelassen haben. In Kraków gehören Pierogi trotzdem einfach dazu. Sie gehen bis ins Mittelalter zurück und zählen heute zu den beliebtesten Gerichten des Landes. Früher kam in die Teigtaschen, was in bäuerlichen Haushalten leicht verfügbar war: Kartoffeln (als sie aus der Neuen Welt nach Europa kamen), Quark und Kohl. Heute gibt es Pierogi in unzähligen Varianten, süß oder herzhaft. Man isst sie an Feiertagen genauso wie ganz nebenbei im Alltag. Gekocht, gebraten oder gebacken - sie überzeugen mit ihrem Wohlfühlgeschmack und ihrer Vielseitigkeit. Für klassische Pierogi lohnt sich “Kuchnia u Doroty”. Der Laden hat bei Einheimischen einen sehr guten Ruf (einer der wenigen Orte, an denen Polinnen und Polen gezielt polnisch essen gehen - vieles kocht man lieber zu Hause und geht auswärts eher in andere Küchen). Das lässt sich leicht prüfen: Ein Blick in die Bewertungen reicht. Wer experimentieren möchte, kommt am besten im August nach Kraków. Dann findet das bekannte Pierogi-Festival statt, bei dem jedes Jahr neue Füllungen um den ersten Preis konkurrieren.

Obwarzanek: Krakóws typischer Snack

Ein Klassiker der Krakauer Esskultur: Der „Obwarzanek“ ist ein traditioneller polnischer Brotring, dessen Geschichte Jahrhunderte zurückreicht. In der ganzen Stadt verkaufen ihn Straßenhändler - außen leicht knusprig, innen zäh und aromatisch. Perfekt als schneller Snack oder für einen entspannten Spaziergang durch Krakaus stimmungsvolle Gassen. In der Altstadt stehen an fast jeder Ecke diese blauen Wagen - du wirst sie kaum übersehen. Wenn du das Backen aus nächster Nähe erleben willst, probier es selbst: Ein Besuch im Obwarzanek Museum (Ignacego Paderewskiego 4, direkt hinter der Stadtmauer) lohnt sich wirklich. Wichtig: Es ist eher ein Erlebnis als eine klassische Ausstellung. Noch mehr Hintergründe bekommst du, wenn du dich dem join the Krakow Food Tour anschließt. Viele sind überrascht, dass der „Obwarzanek“ fast so alt ist wie die polnischen Königshäuser - und du erfährst dabei viel über Bräuche und Traditionen.

Żurek: Eine Suppe mit Seele

photo by Kgbo/Wikipedia

Żurek hat seine Wurzeln im Mittelalter und ist bis heute ein fester Bestandteil der polnischen Küche - besonders rund um Ostern. Die säuerliche Suppe basiert auf fermentiertem Roggenmehl und wird oft mit Wurst, Kartoffeln und hart gekochten Eiern serviert. Klingt wie polnisches Ramen? Auf den ersten Blick vielleicht. Aber der deutlich säuerliche Geschmack und die kräftigen Zutaten machen Żurek zum beliebten Wärmespender an kalten Tagen - oder zu einem sättigenden Gericht für besondere Anlässe.

Barszcz: Der Rubin unter den polnischen Suppen

photo by Игорь Хмиловский/Wikipedia

Als Symbol der polnischen Esskultur hat Barszcz, die Rote-Bete-Suppe, eine jahrhundertealte Tradition. Klassisch kommt sie an Heiligabend oder zu anderen Festen und Familientreffen auf den Tisch. Die kräftige Farbe beeindruckt - und geschmacklich überzeugt sie genauso. Die leicht säuerliche Note aus fermentierter Roter Bete trifft auf Gemüse- oder Fleischbrühe und Gewürze. So entsteht ein runder Geschmack, dem man nur schwer widersteht. Wichtig: Polnischen Barszcz nicht mit der Variante aus Polens östlichen Nachbarländern verwechseln. Während der ukrainische oft sehr dick, cremig und reich an Zutaten ist, bleibt der polnische rote Klassiker eher klar. Meist serviert man ihn mit kleinen Teigtaschen, Bohnen oder Kartoffeln.

Kiełbasa (Wurst): Der Klassiker der polnischen Küche

polish kielbasa

„Kiełbasa“ gehört zu den bekanntesten Speisen Polens und ist bei Einheimischen wie Besucherinnen und Besuchern beliebt. Polnische Wurst gibt es in unzähligen Varianten - jede mit eigener Gewürzmischung und eigenem Aroma. Ob als schneller Snack am Straßenstand oder als Teil eines traditionellen Essens: Kiełbasa punktet mit rauchigem, herzhaftem Geschmack. Wenn du wirklich lokale Orte suchst, kommst du an einer Adresse kaum vorbei: Die bekannteste „kiełbasa“ wird jeden Abend (außer sonntags) auf einem Parkplatz neben dem Freiluftmarkt „Hala Targowa“ verkauft - aus einem speziellen blauen Lieferwagen aus der kommunistischen Zeit. Serviert wird sie genauso wie vor 32 Jahren. So alt ist dieser Foodtruck.

Śledź (Hering): Der ideale Wodka-Snack

Wenn du traditionellen polnischen Hering probieren willst, schau bei Śledź in der Piekarska-Straße vorbei. Dort bekommst du die herzhafte Spezialität: in Essig mariniert und mit Zwiebeln sowie eingelegten Gurken serviert. „Śledzik“ ist ein echtes Kraków-Muss. Dazu passt perfekt ein Glas lokaler Wodka oder ein Bier. Du kannst das auch mit einer Craft Beers tour verbinden. Dabei sehen wir, wie Brauereien der neuen Welle traditionelle polnische Bierstile mit modernen Ideen kombinieren.

Bigos: Polens beliebter Eintopf

„Bigos“, oft „Jägereintopf“ genannt, ist ein kräftiges, aromatisches Gericht, das in Polen seit Jahrhunderten auf den Tisch kommt. Mit Sauerkraut, verschiedenen Fleischsorten und duftenden Gewürzen gekocht, ist „Bigos“ echtes Wohlfühlessen. Besonders gut passt er an kalten Wintertagen oder wenn man bei festlichen Anlässen mit Familie und Freunden zusammenkommt.

Oscypek: Ein Stück Tatra

Unter den polnischen Käsesorten sticht „Oscypek“ heraus - beliebt bei Einheimischen wie bei Gästen. Den geräucherten Schafskäse gibt’s oft gegrillt und mit Preiselbeersauce. Er stammt aus der Tatra und ist ein echtes Markenzeichen der Hochlandkultur. Du findest ihn zwar in vielen Restaurants auf der Karte, aber am besten schmeckt er, wenn du ihn ganz unkompliziert hausgemacht kaufst. Mach dafür einen Abstecher zu einem der beiden Märkte, nur ein paar Schritte von den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Innenstadt entfernt. Sowohl die „Hala Targowa“ als auch „Stary Kleparz“ liegen ganz nah am Hauptmarkt.

Sernik: Cremiger polnischer Käsekuchen

Polnischer Käsekuchen, „Sernik“, ist ein Klassiker, der in Polen seit Jahrhunderten gebacken wird. Er wird aus Quark gemacht und oft mit Vanille oder Zitronenabrieb verfeinert - dadurch wird er herrlich cremig. Pur oder mit Fruchtkompott passt er zu fast jeder Gelegenheit. Du findest ihn in praktisch jedem Café, meist in verschiedenen Varianten. Wir empfehlen allerdings Vanilla: eine kleine Konditorei mitten im jüdischen Viertel, geführt von einer lokalen Familie. Unaufgeregt, winzig - und geschmacklich kaum zu übertreffen, wenn du etwas wirklich Authentisches suchst.

Kremówka: Ein Stück purer Genuss

Foto: Franek Vetulani/Wikipedia

Gönn dir ein Stück polnischer Süßspeisenkultur: die „kremówka“. Ein cremiger Kuchen, der gerade durch seine Schlichtheit begeistert. Oft wird er mit Papst Johannes Paul II. verbunden, der dieses Dessert angeblich besonders gern mochte. Die „kremówka“ besteht aus blättrigem Plunderteig mit einer samtigen Vanillecreme dazwischen. Kräftig im Geschmack und herrlich weich - perfekt für besondere Anlässe oder einfach als kleine Belohnung zwischendurch. Wir haben viele probiert, aber besser als bei Vanilla in der Brzozowa-Straße wird es schwer.

Zapiekanka: Krakóws bestes Streetfood

Foto: Mariuszjbie/Wikipedia

Wenn der Hunger kommt, geht nichts über eine „zapiekanka“: Polens Streetfood-Klassiker. Ein überbackenes, offenes Baguette - traditionell mit Pilzen und Käse, oft noch mit extra Toppings. Ob als schneller Snack oder als sättigende Mahlzeit: unkompliziert, praktisch und genau richtig für unterwegs. Den bekanntesten Spot dafür findest du mitten im Nachtleben des jüdischen Viertels - am Neuen Platz („Plac Nowy“). Du erkennst ihn sofort: In der Mitte steht ein markantes, rundes Gebäude, aus dessen Fenstern an vielen Ständen Zapiekanka verkauft wird. Früher war dort ein koscheres Schlachthaus.

Krakóws Küche verbindet Tradition und neue Ideen - und bleibt dabei unverkennbar polnisch. Von Pierogi bis Zapiekanka: Jedes Gericht erzählt etwas über Geschichte, lokale Aromen und das gemeinsame Essen. Egal, ob du dich auskennst oder einfach neugierig bist - Krakóws kulinarische Seite bleibt lange im Kopf und macht Lust, wiederzukommen.

Wenn du auf eigene Faust losziehst, empfehlen wir dir unsere Walkative Online-Karte. Dort ergänzen wir laufend neue Orte - Restaurants, Food Courts und lokale Cafés… Viel Spaß!

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