Polen und Wodka: Geschichte einer Hassliebe
Die Geschichte des polnischen Wodkas: eine Reise durch Tradition, Politik, Kultur und Kontroversen – von den ländlichen Brennereien bis zu den Debatten der Gegenwart.
History • Food • 13 Min. Lesezeit
Die einen sind begeistert, die anderen finden’s einfach nur kurios, wieder andere eher abschreckend – aber kaum jemand bleibt gleichgültig: Wodka! Für viele ist Polen sofort „das Land des Wodkas“. Manche behaupten sogar, er sei hier erfunden worden. Schauen wir uns das genauer an – willkommen in der Geschichte des Wodkas in Polen!
Polnischer Wodka – und ein paar Ideen, wie man ihn trinken kann.
Was Wodka ist und wie er hergestellt wird – ein Blick in die Geschichte
Bevor wir loslegen, klären wir eine Frage: Was ist Wodka eigentlich? Schauen wir auf die polnische Definition: Wodka ist ein destilliertes alkoholisches Getränk mit mindestens 37,5% Alkohol, hergestellt durch das Mischen von Ethanol aus Getreide oder Kartoffeln mit Wasser. Bleiben wir kurz bei der Destillation – das ist hier das Schlüsselwort. Denn damit hängt die Entstehung des Wodkas direkt zusammen. Vereinfacht gesagt: Man erhitzt eine Mischung in einem Gefäß, ein Teil verdampft und wird in einem zweiten Gefäß wieder abgekühlt und aufgefangen. Das Prinzip kannte man schon in der Antike: Die alten Griechen gewannen so zum Beispiel Salz aus Meerwasser. Für unsere Geschichte ist aber vor allem das 8. Jahrhundert wichtig. Damals beschrieb man im Gebiet des heutigen Irak, wie man Alkohol durch das Destillieren von Wein gewinnt. Ja, der „Großvater“ des Wodkas stammt aus den Händen arabischer Alchemisten – in der Zeit der frühen muslimischen Expansion. Sogar das Wort „Alkohol“ geht auf diese Epoche zurück: Im Arabischen bedeutete es „Pulver“ – ein weiteres alchemistisches Produkt, das als Eyeliner verwendet wurde. Erst später übernahmen europäische Alchemisten im Mittelalter den Begriff und nutzten ihn für Flüssigkeiten – nicht unbedingt für alkoholische! Und auch Wodka selbst war anfangs kein Getränk. Bei den Arabern galt er als hilfreich für die Herstellung von Parfüms, später als Medizin – und so sah man ihn auch in Europa. Europäische Alchemisten fügten dann einen weiteren wichtigen Schritt hinzu: Sie destillierten so lange weiter, bis eine Flüssigkeit ohne Geruch und Geschmack entstand, aber mit sehr hohem Alkoholgehalt. Ein Alchemist war sogar überzeugt, das sei der Stein der Weisen – das fehlende fünfte Element, aus dem die Sterne gemacht sind! Sie nannten es „aqua vitae“, Wasser des Lebens.
„Alchemist Sędziwój“ von Jan Matejko (1867)
Der erste Wodka in Polen – ein Blick auf die Sprache
Rund um das angeblich erste Dokument, das Wodka in Polen belegt, gibt es eine spannende sprachliche Verwirrung. Es wurde 1405 in Sandomierz ausgestellt. Tatsächlich steht dort das Wort „wódka“ (damals „wodco“) – nur geht es in dem Dokument um einen Grundstücksverkauf, und zum Besitz gehörte ein kleiner Teich. Genau darauf bezieht sich das Wort.
Wie passt das zusammen? „Wódka“ ist die Verkleinerungsform von „woda“, also Wasser. Im mittelalterlichen Polnisch hatte „wódka“ mehrere Bedeutungen, unter anderem „kleines Gewässer“. Trotzdem wird dieses Dokument bis heute gern als Beweis dafür zitiert, dass es Wodka in Polen schon im späten Mittelalter gab – wie man sieht, stimmt das so nicht.
Wahrscheinlich gab es damals aber tatsächlich schon Destillation. Nur war „Wodka“ noch kein Getränk, sondern vor allem Medizin. Darauf weist ein sehr bekanntes Buch von 1534 hin, gedruckt in Kraków: „On herbs and their potency“. Darin beschreibt der Autor viele Rezepte für angesetzte „wódka’s“.
Auch hier bedeutet das Wort noch nicht das, was wir heute darunter verstehen. Es war ein sehr allgemeiner Begriff: Jede durch Destillation gewonnene Flüssigkeit (Parfüms, Essenzen usw.) konnte so heißen. Und als letzte, ziemlich ironische Bedeutung: Als (starker) Alkohol Teil der Kultur wurde, war „wódka“ … eine Person, die nur Wasser trinkt – also jemand, der abstinent lebt.
Die heutige Bedeutung setzte sich erst in der Neuzeit endgültig durch. Die bekannte schwedische Marke Absolut übernahm sie sogar erst in den 70er-Jahren des letzten Jahrhunderts. Unterm Strich ist „wódka“ eines der wenigen polnischen Wörter, die andere Sprachen geprägt haben – und nicht umgekehrt.
Etappe 1 – Wodka wird zum Getränk des polnischen Adels
Wie nannte man das früher? Nun ja … Wenn wir schon Schweden erwähnt haben: Dort führt uns ein Wort direkt zu den Anfängen der Wodka-Herstellung zurück – „branntvin“, also „brennender Wein“ (die ersten Wodkas entstanden durch Destillation, also durch das „Brennen“ von Wein). Im Russischen hieß es einst „hlebovoye vino“, wörtlich „Brotwein“. Das zeigt eine für uns entscheidende Veränderung: Weintrauben spielen keine Rolle mehr, denn dafür ist unser Klima zu kalt – stattdessen nimmt man Getreide. Auf Polnisch sagte man „gorzałka“, „brennendes Wasser“ – wieder ein Hinweis auf die Destillation (und nicht, wie viele denken, auf das Brennen beim Trinken). Als man dann merkte, dass Wodka nicht nur als Medizin taugt, sondern auch als Getränk – zumal er sich leicht mit Kräutern ansetzen oder mit Früchten mischen lässt –, wurde er schnell zum festen Bestandteil in adeligen Haushalten. Wohlhabendere Familien betrieben eigene Hausbrennereien und hüteten ihre Rezepte wie Schätze. Viele vergruben zur Geburt eines Sohnes ein Fass Met, um es zu seiner Hochzeit zu öffnen (mehr über polnischen Met: hier ist unser Artikel dazu); nun war es Wodka, und der Begriff dafür lautete „starka“. Die Schattenseite dieser starken Spirituosen zeigte sich allerdings genauso schnell: Schon gegen Ende des 16. Jahrhunderts tauchten erste literarische Klagen über Trunkenheit und Alkoholabhängigkeit auf. Manche wichtigen Schlachten gingen verloren, weil Generäle wie einfache Soldaten zu betrunken zum Kämpfen waren. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts galt heftiges Trinken fast als Pflicht – abzulehnen war eine Beleidigung. Damit das praktisch unmöglich wurde, erfand man sogar Hilfsmittel, etwa ein doppeltes Schnapsglas in Sanduhrform: Dreht man es um, um zu zeigen, dass man nicht mehr trinken will, ist es … immer noch ein Schnapsglas. Erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, als französische Kultur und die ersten Ideen der Aufklärung ankamen, wurde der Adel maßvoller – exzessives Trinken galt nun nicht mehr als guter Ton.
Ein Dorfbrauch: das „Ziegenführen“ vor einem polnischen Adligen, von Michał Elwiro Andriolli
Phase 2 – Wodka wird zum polnischen Nationalgetränk
Vielleicht ist dir aufgefallen, dass bisher vor allem von Adeligen die Rede war. Wodka war damals nämlich kein billiges Getränk – erst recht nicht, wenn er sauber gebrannt und gut gereinigt war. Den konnten sich vor allem Adel und städtische Patrizier leisten. Die unteren Schichten tranken meist nur die einfach gebrannte Variante, die nicht besonders gut war. Wodka blieb deshalb etwas für besondere Anlässe, und rund 80% der Bevölkerung tranken vor allem Bier. Im 18. Jahrhundert kam dann der Wendepunkt: Der Adel wurde zur „Mäßigung“ gebracht – indem man den Bauern Wodka regelrecht aufdrängte. Um zu verstehen, wie es dazu kam, gehen wir zurück an die Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert. Damals verlieh der jeweilige König den Adeligen das Recht zur Spirituosenherstellung, die sogenannte „propinacja“. Damit hatten sie auf ihren Gütern ein Monopol: Sie durften den selbst gebrannten Wodka exklusiv verkaufen. Anfangs war das kein großes Thema. Der Reichtum beruhte vor allem auf dem Export von Getreide nach Westeuropa; nur ein notwendiger Teil blieb für den Eigenbedarf im Land. Doch dann änderte sich die Lage: Die Kolonialmächte des 18. Jahrhunderts brachten Lebensmittel aus den Kolonien nach Europa, neue Konkurrenz entstand, die Getreidepreise fielen. Und schließlich wurde Polen 1772 geteilt, die Ostseeküste fiel an Preußen, das lähmende Zölle einführte. Was also tun mit all dem Roggen, Weizen und der Gerste? Die Antwort war einfach: Wodka. Das „propinacja“-Privileg bedeutete nämlich auch: Bauern, die auf dem Land eines bestimmten Adeligen lebten und arbeiteten, mussten auch seinen Wodka trinken. Plötzlich entstanden Gasthäuser und Schänken nicht mehr nur an Straßenkreuzungen, sondern in fast jedem Dorf. Das wenige Geld, das die Bauern nebenbei verdienen konnten, landete so wieder in der Tasche des Grundherrn. Dazu kamen zwei weitere wichtige Entwicklungen: In den 1730er-Jahren tauchten in Krakau Kartoffeln auf und wurden innerhalb von hundert Jahren zum neuen Grundnahrungsmittel in Polen – fest und flüssig (Kartoffeln enthalten mehr Zucker als Getreide und eignen sich daher besser für die Wodkaherstellung). Außerdem brachte die industrielle Revolution neue Methoden zum Brennen und Reinigen. Im 19. Jahrhundert war Wodka überall: billig herzustellen, extrem profitabel – und mit einer inzwischen treuen Kundschaft. Ohne dich mit Zahlen zu langweilen: In manchen Teilen Polens entstand eine Art Wodka-Ökonomie – bis zu 60–70% der offiziellen Einnahmen hingen auf die eine oder andere Weise mit Wodka zusammen. Dass daraus Probleme entstanden, liegt nahe: Eine betrunkene Bevölkerung ist selten besonders fleißig oder friedlich. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Bewegungen für verantwortungsvollen Konsum oder völlige Abstinenz immer verbreiteter – besonders gefördert von der Kirche sowie von den neu entstehenden, bäuerlich geprägten politischen Bewegungen und Parteien.
Ein Dorfgasthaus.
Viele Trinkgewohnheiten, die wir heute mit Polen verbinden, entstanden allerdings erst im 19. Jahrhundert. Vor allem das: Wodka pur, ohne Aromatisierung. Und zwar zu fast jedem Anlass – Taufe, Hochzeit und Beerdigung, Geschäftsabschlüsse, Sonntagsessen; eigentlich geht alles. Dazu kamen Stolz und das Gefühl, erwachsen zu werden – besonders bei Jungen als Zeichen von Männlichkeit und Mut. Oft zitiert wird dazu ein französisches Sprichwort: „ivre comme un Polonais” – „betrunken wie ein Pole”. Um diesen Satz hat sich inzwischen eine ganze Mythologie gebildet. Sie erzählt von französischen und polnischen Soldaten, die in den Napoleonischen Kriegen gemeinsam tranken – und am Ende nur die Polen noch stehen, kämpfen und die Schlacht gewinnen konnten. Napoleon soll das so kommentiert haben: „Wenn du trinkst, dann trink wie die Polen.” Das sollte zeigen, wie gut Polen Alkohol „vertragen” und wie mutig er sie mache. Was tatsächlich dahintersteckt: Während eines Feldzugs in Spanien erteilte Napoleon einen Befehl, den ein Offizier mit „Dafür muss man betrunken sein” kommentierte. Die Polen führten den Befehl trotzdem aus und siegten. Daraufhin soll Napoleon gesagt haben: „Ich wünschte, alle meine Armeen wären betrunken wie die Polen.” Am Ende bleibt es also vor allem eine Metapher.
Audienz eines Polen, Franciszek Ignacy Narocki, bei Napoleon – von Jean-Charles Tardieu
Ganz so düster war es aber nicht: Hochwertiger Hausbrand war weit verbreitet. Gleichzeitig entstanden die ersten industriellen Marken: Baczewski 1782 und Łańcut, gegründet von der Familie Czartoryski, im Jahr 1800. Damit setzten sie Maßstäbe für modernes Branding in Polen und darüber hinaus. Mit dem 20. Jahrhundert und der wiedergewonnenen Unabhängigkeit nach dem Ersten Weltkrieg begann für Polen eine Zeit voller Widersprüche – mit Problemen, aber auch Chancen. Alkoholismus blieb ein Thema. Gleichzeitig kamen neue Marken auf, in Künstlerkreisen blühte die Trinkkultur, Bier blieb stark, und neue Alkoholarten kamen dazu. Das alles endete abrupt mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs – und später mit dem Kommunismus. Zunächst bezahlten NS-deutsche Funktionäre verpflichtende Lebensmittelabgaben oft mit Alkohol. Danach kamen Verstaatlichung und die Gleichschaltung im Kommunismus. Die Alkoholproduktion wurde zum Staatsmonopol, und die kommunistische Regierung verhielt sich zunehmend wie der frühere Adel: Wodka sollte zu einer der wichtigsten Einnahmequellen werden. Offizielle Plakate konnten zwar gegen Alkohol werben. Doch als Ende der 70er die Wirtschaft zusammenbrach und die Regale in den Läden leer waren, war Wodka weiterhin da – manchmal sogar als Lohn für Arbeit, ähnlich wie im Krieg. In gewisser Weise wurde er zu einer Art frühem Bitcoin, weil Geld kaum noch etwas wert war. Am besten zeigt das eine Zahl: In der Zwischenkriegszeit tranken Polinnen und Polen statistisch 1–2 Liter reinen Alkohol pro Person und Jahr; Ende der 70er waren es fast 10 Liter!! Und das sind nur die offiziellen Werte. Schwarzgebrannter Alkohol war weit verbreitet, manche tranken auch Parfüm oder vergällten Alkohol, und Wodka wurde während Produktion und Transport häufig gestohlen!
Ein Plakat aus kommunistischer Zeit mit der Aufschrift: „Das Trinken von vergälltem Alkohol führt zum Tod“
Wodka und Polen heute – und ein paar Geschichten aus den Wodka-Kriegen
Zum Glück ist der Kommunismus Geschichte. Seit den 90ern wird Alkoholismus (bis heute ein großes gesellschaftliches Problem) aktiv bekämpft – nicht nur mit Gesetzen und durch einen kulturellen Wandel, sondern auch mit „weicheren“ Ansätzen, etwa veränderten Trinkgewohnheiten. Ein Schlüsseljahr war 2004: nicht nur wegen Polens EU-Beitritt, sondern auch, weil die Polen zum ersten Mal seit rund 200 Jahren pro Kopf mehr Bier als Wodka tranken. Selbst gebrannter Wodka ist inzwischen entkriminalisiert. Besonders beliebt sind aromatisierte Nalewkas und Kräuteransätze – und sie prägen auch die Branche, zum Beispiel durch neue Craft-Marken (wir mögen Raciborska!). Die Industrie hat sich erholt und den Weltmarkt zurückerobert: Heute sind 3 polnische Marken unter den 10 meistverkauften Wodkas weltweit. Wenn du mehr über Wodka in Polen heute wissen willst, schau am besten in unseren Guide dazu, wie und was man trinkt – klick einfach hier.
Nalewkas zu Hause ansetzen
Und zum Schluss – damit klar wird, wie ernst man Wodka nimmt – erzählen wir euch von … den Wodka-Kriegen!! 1977 sollen die USA vor dem Internationalen Gerichtshof gegen die Sowjetunion geklagt haben, damit diese das Wort „vodka” nicht mehr exklusiv verwenden darf. Die Begründung: Die Sowjetunion habe erst 1923 mit der Wodka-Produktion begonnen (davor war es Russland, also ein anderes Land), die USA dagegen schon 1920. Für die Sowjetunion war es angeblich leicht zu belegen, dass sie die direkte Fortsetzung des zaristischen Russlands sei. Doch dann kam der „Dolchstoß“ … aus Polen! Polen habe behauptet, nur Polen habe das Recht auf das Wort – man stelle sich das vor: Kalter Krieg, und ein anderes kommunistisches Land zieht so eine Nummer! Die sowjetische Regierung sei wütend geworden und habe den besten Experten engagiert, einen gewissen Pokhlebkin. Der habe schließlich das Recht der UdSSR bewiesen, und 1982 habe das Gericht zugunsten der Sowjetunion entschieden. Ein echter Wodka-Krieg! Nur gibt es ein Problem – und das ist nicht, dass Polen verloren hätte. Sondern dass es das alles nie gab. Ja: Fake News sind keine moderne Erfindung. Der gute Herr Pokhlebkin hat die ganze Geschichte 1991 in seinem Buch erfunden, um beim russischen Publikum zu punkten. Denn auch dort (vielleicht sogar noch stärker als in Polen) gilt Wodka als fester Teil von Kultur und Identität. Ein Zitat des Kritikers M.L. Schrad: “If you read this book, keep a bottle of strong vodka by your side to stun the more thoughtful parts of your brain. The parts that are left should enjoy this eccentric collection of curious facts, crackpot hypotheses, phony statistics, anticapitalist polemics and stalinist snobberies without worrying if it all fits together... Most frustrating of all, Pokhlebkin often does not bother to offer evidence for his sometimes fascinating claims. How can we know if he is writing fiction or fact?”
Ein deutlich realerer „Wodka-Krieg“ tobte 2005–2007 in der Europäischen Union – und zwar um die Frage, was überhaupt als Wodka gelten darf. Polen und Schweden wollten eine enge Definition, ähnlich wie bei Whisky oder Champagner. Das hätte bedeutet: Nur Wodka aus dem „Wodka-Gürtel“ dürfte auch Wodka heißen. Westliche Länder hielten dagegen und wollten eine liberalere Definition – also zum Beispiel auch Wodka aus Trauben oder Melasse. Am Ende einigte man sich auf einen Kompromiss: Die liberale Definition blieb, aber mit einem wichtigen Zusatz. Wodka aus anderen Zutaten als Getreide oder Kartoffeln muss das klar auf dem Etikett angeben. Diese Debatte brachte die polnische Regierung dazu, „Polish vodka“ als offizielle geografische Bezeichnung einzuführen – seitdem heißt es nicht mehr Polish vodka, sondern Polish Vodka! Hergestellt ausschließlich aus einer von fünf Getreidesorten oder aus Kartoffeln, die in Polen angebaut werden. Und komplett in Polen verarbeitet – von Anfang bis Ende. Wenn du also das nächste Mal im Laden oder in einer Bar bist, schau nicht nach irgendwas, sondern nach Polish Vodka. Anstoßen und „na zdrowie!!” sagen.
Und wenn du gerade in Polen bist, solltest du auch unsere Bier- sowie food and vodka Tours nicht verpassen. Denn wie Napoleon einmal sagte: „Wenn du trinkst, dann trink wie die Polen“ – oder zumindest mit Polen! 😉
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