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8 tolle Aktivitäten in Poznań

Entdecke die 8 besten Dinge, die du in Poznań unternehmen kannst - von den berühmten Mechanischen Ziegen bis zum historischen Alten Markt.

Practical Tips • History • 7 Min. Lesezeit

Egal, ob du Poznań zum ersten Mal besuchst oder schon dutzende Male hier warst: Es lohnt sich immer, sich daran zu erinnern, was diese schöne Stadt zu bieten hat.

Altstadt von Poznań

Sie ist zwar nicht der älteste Teil der Stadt, aber ohne Zweifel ihr Herz. Hier warten Dutzende Orte, die deine Aufmerksamkeit verdienen. Auf dem Alten Markt, dem drittgrößten Marktplatz der großen polnischen Städte - nach Kraków und Wrocław - findest du die älteste Apotheke Poznańs: Apteka pod Złotym Lwem, die es seit dem XVth Jahrhundert gibt. Hier machte Oskar Troplowitz, der Erfinder der berühmten Nivea-Creme, sein Praktikum. Schau dir um 12 oder um 15 das Ziegenbock-Spektakel an und bewundere dabei das schönste Gebäude am Platz und „nördlich der Alpen“: das Alte Rathaus und die bunten Bürgerhäuser mit Sgraffito-Malerei. Wir besuchen eine der schönen Kirchen - die Pfarrkirche (Fara Poznania, die Hauptkirche der Stadt), die Franziskanerkirche am Przemysł-Hügel oder die ehemalige Dominikanerkirche. Wir spazieren entlang der Stadtmauern oder halten nach Spuren von Napoleon Bonaparte Ausschau. Probier die regionale Küche - Kartoffeln mit Hüttenkäse (pyra z gzikiem), Kartoffelpuffer (placki ziemniaczane) oder graue Klöße (szare kluchy) aus Kartoffeln (ja, wir lieben dieses Gemüse! Deshalb nennt man uns Potatoeland). Zum Dessert hol dir das beliebte Sankt-Martins-Hörnchen (rogal świętomarciński). Oder nimm einfach die Old Town Tour of Poznań, um mehr über diese noch unterschätzte Stadt zu erfahren.

Altes Rathaus in Poznań.

Kaiserviertel

Durch die sogenannten Teilungen Polens geriet Poznań unter preußische Herrschaft. Die neuen Machthaber beschlossen, die Stadt nach Westen zu erweitern. Anfang des 20. Jahrhunderts entstand auf dem Gelände der ehemaligen Festung Poznań ein Wohnviertel - mit einem der modernsten Schlösser Europas, einem schönen Opernhaus und vielen weiteren Gebäuden, die heute zur Adam-Mickiewicz-Universität gehören, der ältesten der Stadt. Wenn du Geschichte und interaktive Museen magst, geh am besten direkt ins Centre of the Ciphers Enigma (Centrum Szyfrów Enigma). Dort sehen wir nicht nur, wie Verschlüsselungen funktionieren, sondern erfahren auch, wie drei polnische Mathematiker - Rejewski, Różycki und Zygalski - beim Entschlüsseln der deutschen Chiffriermaschine Enigma halfen. Danach lohnt sich ein Abstecher zum Adam-Mickiewicz-Platz, dem Schauplatz eines der größten Streiks gegen das kommunistische Regime. Wir empfehlen außerdem die Imperial District Tour, um diesen Teil der Stadt am besten kennenzulernen.

Das Kaiserschloss in Poznań.

Jeżyce

Direkt hinter dem Kaiserquartier lag bis 1900 das Dorf Jeżyce, das danach in die Stadt Poznań eingemeindet wurde. Den Kleinstadtcharakter spürt man hier bis heute. Das Viertel steckt voller guter Restaurants, Bars, Cafés und Buchhandlungen und gilt inzwischen als das hipste Viertel in Poznań. Auch Fans des Jugendstils kommen hier auf ihre Kosten. Polnische Besucherinnen und Besucher erinnern sich vielleicht an die Geschichten aus Małgorzata Musierowicz’ Buchreihe „Jeżycjada“, die in diesem Viertel spielt. Wenn du Lust auf Natur hast, spazier am Rusałka-See entlang oder besuch den Botanischen Garten. Unterwegs lohnt sich ein Abstecher in den Park Sołacki, angelegt für das Villenviertel Sołacz - mit eindrucksvollen Häusern und der Kirche des Heiligen Jan Vianney, die oben auf einem Hügel liegt.

Neues Theater in Poznań.

Dominsel & Śródka

Der älteste Teil der Stadt liegt auf einer Insel zwischen zwei Flüssen - Warta und Cybina - und hier steht auch die älteste Kathedrale Polens. Sie wurde 968 erbaut, nur zwei Jahre nach der Taufe Polens. In der Kirche liegen die ersten Herrscher Polens aus der Piasten-Dynastie begraben, darunter Mieszko I. und sein Sohn Bolesław Chrobry, der erste König Polens. Wir schauen uns auch die Goldene Kapelle an, gestiftet von Graf Edward Raczyński, sowie die kostbaren Vischer-Platten. Sie wurden in einer Nürnberger Werkstatt für Mitglieder der Familie Górka gefertigt. Direkt hinter der Kathedrale besuchen wir ein Museum zu den Anfängen des polnischen Staates - Brama Poznania, das erste interaktive Museum der Stadt. Wenn wir weitergehen, entdecken wir zwei Murals - das 3D-Mural von Terravita, das im National-Geographic-Wettbewerb zu den 7 Wundern Polens den 5. Platz belegte, und die Green Symphony. Dieses Wandbild ist so gestaltet, dass es bei Regen Musik spielt. Danach stehen wir im Viertel Śródka („kleiner Mittwoch“).

Brücke nach Ostrów Tumski in Poznań.

Malta-See

Der Name des Sees sorgt bei Gesprächen über Wochenendpläne regelmäßig für Verwirrung. Dieses künstliche Gewässer entstand in der Zeit des Kommunismus. Benannt ist es nach dem Souveränen Malteserorden, der früher in dieser Gegend ansässig war. Heute wird der See vor allem für Ruderwettbewerbe genutzt. Er war sogar Austragungsort verschiedener Weltmeisterschaften, darunter der Canoe Sprint World Championship 1990, 2001 und 2010 sowie der Europe Championship of Canoe Polo 2013. Am nordwestlichen Ufer kannst du in die Maltanka einsteigen. Diese kleine Bahn wurde vor 50 Jahren eingerichtet, um Kinder zum Zoo zu bringen. Die Lok selbst ist noch etwas älter. Vorher war sie im Stadtteil Wilda im Einsatz, um die Gegend zu beleben. Gefahren wurde sie von Kindern und Jugendlichen, meist aus dem Eisenbahn-Technikum. Die Haltestellennamen der Maltanka stammen aus einem bekannten Zeichentrickfilm von früher, in dem es um eine Gans und ein Huhn geht. Aussteigen kannst du nahe der Termy Maltańskie, einem großen Schwimmbad mit Saunen und Aquapark, oder am New Zoo - dem zweitgrößten Zoo Polens, bekannt für seine Eulen. Wenn du am anderen Ufer weitergehst, siehst du einen Hügel, der im Winter zum Skifahren genutzt wird. Im Sommer gibt es dort eine Sommerrodelbahn.

Park Cytadela

Der größte Park in Poznań ist gleichzeitig Teil der preußischen Festungsanlagen und eine Open-Air-Galerie. Hier sehen wir 112 Skulpturen von Magdalena Abakanowicz, die mit der Kunstuniversität Poznań verbunden war, darunter die Gruppe „Nierozpoznani“ und weitere Denkmäler. Viele Werke stammen aus der kommunistischen Zeit, zum Beispiel „Sunday“ oder „Gymnast“. Wenn du dich für Waffen und Militärtechnik wie Panzer oder Flugzeuge interessierst, lohnt sich ein Besuch im Muzeum Uzbrojenia. Viele Einheimische sitzen gern in der Nähe des Rosengartens und holen sich einen Kaffee an einem der Coffee-Bikes in der Umgebung. Jedes Jahr finden im Park verschiedene Veranstaltungen statt, darunter das bekannte Konzert „Męskie Granie“ und der Flying Dogs Competition!

 

Skulptur von Magdalena Abakanowicz im Cytadela Park. Fot. Małgorzata Tylińska.

Old Brewery

Dieses laut ICSC beste mittelgroße Einkaufszentrum Europas verbindet Shopping mit einem Kunstzentrum. 2012 gehörte es zu den Gewinnern der „7 wonders of Poland“ von National Geographic Traveler. Außerdem hat es zahlreiche Architekturpreise gewonnen, darunter den Giovanni Battista di Quadro Price oder den Golden Pencil. Drinnen wartet eine große Skulpturensammlung, darunter „Moonlight“, „Torso del lago“ und „Eros alato“ von Igor Mitoraj sowie „Henyo-Penyo Myomyonmyo“ von Mr. Go. Im Innenhof steht der größte Bierkrug der Welt (eingetragen in der Liste der Guiness records). Schau auch in der Galerie vorbei, ob gerade eine Ausstellung läuft. Und wenn du eine Pause brauchst: Im Park rund um das Gelände kannst du wunderbar entspannen.

Old Brewery in Poznań. For. Małgorzata Tylińska.

Innenraum des Old Brewery in Poznań. Fot. Małgorzata Tylińska.

Skulptur von Igor Mitoraj im Alten Brauhaus in Poznań. Fot. Małgorzata Tylińska.

Villengegend an den Aleje Niepodległości und Umgebung

Wenn Sie sich für Architektur interessieren, gehen wir über die Aleje Niepodległości Richtung Park Cytadela oder ins Viertel Jeżyce. An dieser breiten Straße und in den Seitenstraßen verstecken sich Wohnhäuser vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Villen zeigen ganz unterschiedliche Stile: von Neobarock über Klassizismus und Jugendstil bis hin zur Moderne. Früher lebten hier Unternehmer und einflussreiche Posener Familien. Für eine Pause lohnt sich der Park Moniuszki. Dort steht auch seine Büste, geschaffen von Marcin Rożek, einem bekannten Bildhauer aus der Region.

Für Sie geschrieben von Zuza Michalska

 

 

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