Beste Grünflächen zum Entspannen in Posen
Die besten Grünflächen in Poznań zum Entspannen - Parks, Uferwege und ruhige Gärten für Pausen, Picknicks und gemütliche Spaziergänge.
Practical Tips • History • 5 Min. Lesezeit
Wenn du Poznań besuchst und das Wetter mitspielt, gibt es kaum etwas Schöneres, als draußen zu sein und die grünen Seiten der Stadt zu genießen. Wusstest du, dass Poznań zu den grünsten Städten Polens zählt? Ja - rund 20% der Stadtfläche sind Grünflächen. Hier sind unsere Lieblingsorte zum Entspannen in Poznań:
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Park Cytadela
Die größte Grünanlage in Poznań ist ein Ort, an dem du locker ein paar Stunden verbringen kannst. Cytadela ist nicht nur ein Park, sondern auch eine Open-Air-Galerie mit Skulpturen verschiedener Künstlerinnen und Künstler, darunter Magdalena Abakanowicz. Außerdem sehen wir hier Reste der preußischen Befestigungen aus der Zeit, als Poznań eine Festung war. Für Natur und Biodiversität ist Cytadela einer der wertvollsten Orte der Stadt. Gleichzeitig ist es ein beliebter Treffpunkt zum Picknicken oder für Spaziergänge mit Familie und Freunden. Besonders schön zum Durchatmen ist der Rosengarten. Wenn du schon da bist, schau dir auch die nahe gelegene Eiche von General Wasilij Czujkow an - ein 28 Meter hohes Naturdenkmal.
Cytadela Rose Garden in Poznań - Foto: Małgorzata Tylińska
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Seen in Poznań
Innerhalb der Stadtgrenzen gibt es drei Seen - alle künstlich angelegt. Im Osten liegt der Maltasee (Jezioro Maltańskie). Der Name geht auf den Souveränen Malteserorden zurück, dem früher das Gebiet am See gehörte. Der See wurde in der kommunistischen Zeit fertiggestellt und wird oft für Ruderwettkämpfe genutzt. Im Westen und Nordwesten der Stadt liegen zwei weitere Seen - Rusałka und Strzeszyn. Beide entstanden während der NS-Besatzung. Für ihren Bau wurden viele polnische und jüdische Gefangene geopfert. Leider kann man bis heute bei niedrigem Wasserstand Teile von Gräbern aus jüdischen Friedhöfen sehen, deren Material genutzt wurde, um den Untergrund zu befestigen. Noch eine Option: Nur 5 Minuten mit dem Zug vom Hauptbahnhof Poznań entfernt liegt ein weiterer See, Jezioro Kierskie. Bei Seglerinnen und Seglern sehr beliebt - und 1984 der erste Ort in Polen, an dem Triathlon-Wettkämpfe organisiert wurden.
Rusałka-See in Poznań - Foto: Aleksandra Paukszta
Rusałka-See in Poznań - Foto: Aleksandra Paukszta
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Sołacz-Park
Der Sołacz-Park liegt im sumpfigen Bogdanka-Tal. Ursprünglich wurde er für die Besitzer der benachbarten Villen angelegt. Wir spazieren einmal um die Teiche und sehen dabei die Highlights des Parks: die Villen in den umliegenden Straßen, ein über 100 Jahre altes Gebäude, das heute Hotel und Restaurant ist und einen schönen Blick in den Park bietet, sowie die neoklassizistische Rundkirche St. Johannes Vianney. Überraschend sind auch die vielen exotischen Bäume, zum Beispiel Pseudotsuga, Acer ginnala oder Tsuga canadensis, und die Mandarinenten, die ursprünglich aus Japan und China stammen. Schauen Sie auch beim einzigen erhaltenen hölzernen Warteraum für Straßenbahnfahrgäste in Poznań vorbei. Er stammt aus dem frühen 20. Jahrhundert, ist im Schweizer Chaletstil gebaut und wird heute vom Polnischen Angelverband genutzt. An der grünen Farbe erkennen Sie ihn sofort.
Sołacz-Park in Poznań
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Botanischer Garten
Einer der schönsten Orte in Poznań im Frühling. Der Garten wurde in den 1920er-Jahren angelegt und war von Anfang an Bildungsort und öffentlicher Park zugleich. Hier wachsen mehr als 6000 Pflanzenarten aus fast allen Klimazonen der Erde. Zwei bekannte Hingucker sind Skulpturen: eine Balletttänzerin aus Schwanensee, deren Rock wie Wasser wirkt, und ein verliebtes Paar. Der Botanische Garten organisiert außerdem viele Veranstaltungen, zum Beispiel Vorträge, Workshops, Vogelbeobachtung, Sightseeing beim Laufen oder Meditationen unter Rosskastanien.
Botanischer Garten in Poznań - Skulptur einer Balletttänzerin
Botanischer Garten in Poznań - Skulptur eines verliebten Paares
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Ufer der Warta
Stadtstrände und die 13 Kilometer lange Freizeitroute Wartostrada sind wie gemacht für Sport: Joggen, Radfahren oder Skaten. Darum ist hier auch unter der Woche viel los. Gerade entfernt die Stadt den Beton aus kommunistischer Zeit. Das ist Teil eines Projekts, das die Warta-Ufer wieder naturnäher machen soll. Im Sommer gibt es Grillplätze und Bars, in denen man bei einem Kaffee den drittgrößten Fluss Polens im Blick hat. Am Fluss liegen historische Stadtteile wie die Dominsel, aber auch Plattenbauten aus der kommunistischen Zeit. Dazu kommen Holzgebäude - ehemalige Umkleiden der Badeplätze, die in den 1920ern sehr beliebt waren, als hier täglich sogar 5 000 Menschen badeten.
Warta-Ufer in Poznań - Foto von Aleksandra Paukszta
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Szachty
Der Bauboom an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert sorgte dafür, dass in diesem Teil der Stadt mehrere Ziegeleien entstanden. Rund um die etwa 40 ehemaligen Tongruben des Unternehmens, in denen früher Ton abgebaut und Ziegel gebrannt wurden, liegt heute ein beliebtes Spaziergebiet. Spannend ist, wie sich die Natur selbst in einer stark industrialisierten Landschaft mit der Zeit zurückholt: In den Wasserbecken leben viele Fischarten, zum Beispiel Aal, Brachse oder Flussbarsch. Den besten Überblick bekommst du vom Aussichtsturm. Schön zu jeder Jahreszeit - besonders im Herbst, wenn die Farben die Gegend noch eindrucksvoller machen.
Erholungsgebiet Poznań Szachty - Foto: Małgorzata Tylińska
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Morasko
Der höchste natürliche Punkt in Poznań: 154 m - der Moraska-Berg. Dazu kommen ein kleiner See namens Cold Water, der Morasko-Wald und das Naturschutzgebiet Morasko Meteorite - in Morasko wird es garantiert nicht langweilig. Wenn du Menschenmengen meiden willst, bist du hier genau richtig. Im Naturschutzgebiet Morasko Meteorite gibt es sieben Meteoritenkrater, die vermutlich vor 5000 Jahren entstanden sind. In den letzten Jahren wurden hier zwei Meteoriten mit einem Gewicht von 164 kg und 300 kg gefunden. Auf dem Lehrpfad erfährst du mehr über die Krater und ihre Entstehung. Mit etwas Glück siehst du auch seltenere Vogelarten, die im Schutzgebiet vorkommen, etwa den Ziegenmelker oder den Schwarzspecht. Unterwegs kannst du außerdem am Morasko Campus vorbeischauen, wo einige Fakultäten der Adam-Mickiewicz-Universität untergebracht sind.
Cold Lake Morasko in Poznań
Ich hoffe, dir hat der Beitrag über Poznańs grüne Ecken gefallen. Jetzt heißt es: rausgehen und selbst entdecken!
Für dich geschrieben von Zuza Michalska
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