Entspannung in Warschau: 10 perfekte Orte im Grünen
Entdecken Sie Warschaus grüne Seite! Vom königlichen Łazienki-Park bis zum Dachgarten der Universität - hier sind 10 perfekte Orte zum Entspannen, fernab vom Großstadttrubel.
Culture • History • 6 Min. Lesezeit
10 grüne Oasen in Warschau, in denen du dem Stadttrubel entfliehen kannst
Wenn der Sommer kommt, hat kaum jemand Lust, den ganzen Tag im Museum zu verbringen. Viel lieber wollen wir an die frische Luft, um uns abseits des Trubels zu entspannen. In Warschau hast du dafür die Qual der Wahl! Die polnische Hauptstadt ist eine der grünsten Städte Europas: Rund 40 % der Fläche sind Wälder, Parks und Grünflächen. Wirf einen Blick auf unsere Liste und such dir den Park aus, der dir am besten gefällt oder für dich am einfachsten zu erreichen ist.
- Łazienki-Park
Dieser riesige Park (76 Hektar!) war einst die Sommerresidenz von König Stanisław August Poniatowski. Hierher zog er sich zurück, wenn er eine Pause von seiner Hauptresidenz brauchte. Damals war der Weg zum Łazienki-Park noch ein echtes Abenteuer! Heute bist du von der Altstadt aus in nur 10 Minuten da. Nimm einfach den Bus und genieße die Ruhe, die wunderschöne klassizistische Architektur – und vergiss nicht, die Eichhörnchen zu füttern!

Ein absolutes Muss ist der Palast auf dem Wasser, eine wunderschöne königliche Residenz. Sehenswert sind auch das Hoftheater aus dem 18. Jahrhundert – eines der wenigen original erhaltenen in Europa – und die Alte Orangerie. In ihr befindet sich heute die Königliche Skulpturengalerie.
- Park Skaryszewski
Auf der rechten Weichselseite, im Stadtteil Praga, liegt ein ganz besonderer Park: 2009 wurde er offiziell zum „Schönsten Park Polens“ und zum drittschönsten Park Europas gekürt.
Der Skaryszewski-Park ist aber nicht nur eine beeindruckende Grünfläche, er steht auch unter Denkmalschutz. Mit über 280 verschiedenen Pflanzen- und Baumarten ist er einzigartig in der Stadtlandschaft. Die ältesten Bäume hier sind über 100 Jahre alt.
- Sächsischer Garten
Kannst du dir vorstellen, dass Parks früher nicht für die Öffentlichkeit zugänglich waren? Das änderte sich 1727 mit dem Sächsischen Garten, dem ersten öffentlichen Park in Polen. Es gab nur eine Bedingung für den Eintritt: Man musste angemessen gekleidet sein. Kein Wunder, denn der Park war schon immer ein eleganter Ort. Hier ließ König August III. Sas auch das erste öffentliche Theatergebäude errichten, das Opernhaus.

Wenn wir im Sächsischen Garten unterwegs sind, lohnt es sich, nach ein paar Wahrzeichen Ausschau zu halten: einem Brunnen, entworfen von Henryk Marconi - einem der wichtigsten Warschauer Architekten -, einer Sonnenuhr, die bis heute die richtige Zeit anzeigt, 21 Statuen, die Jahreszeiten und Tugenden darstellen, und einer Chopin-Bank.
- Krasiński-Garten
Der Krasiński-Garten stammt aus dem 17. Jahrhundert. Bevor der Sächsische Garten angelegt wurde, war er der größte Park in Warschau. Anfangs durften nur die Besitzer hinein, doch hundert Jahre später, 1766, wurde er für die Öffentlichkeit geöffnet. Schnell wurde er zu einem der beliebtesten Spazierorte der Warschauer - und das ist bis heute so. Der Garten liegt beim Krasiński-Palast, der als einer der schönsten Paläste Polens gilt. Heute umfasst der Garten 9,5 Hektar.
In den letzten Jahren wurde der historische Zaun restauriert. Auch stilvolle Details wie Bänke, Laternen und Abfalleimer hat man nachgebaut. Zudem hat man die natürlichen Wasserelemente gepflegt - Teich, Bach und Kaskade. Im Park gibt es zwei Boule-Plätze und ein Outdoor-Fitnessstudio. Für Kinder gibt es einen modernen Spielplatz mit über 2.000 Quadratmetern!
Wichtig: Hunde sind im Krasiński-Garten nicht erlaubt. Wenn Sie also mit Ihrem Haustier in Warschau sind, suchen Sie sich besser einen anderen Ort zum Entspannen.
- Królikarnia
Der ungewöhnliche Name dieses Warschauer Parks geht auf das 18. Jahrhundert zurück: Damals hielt man hier Kaninchen (polnisch: „króliki“). Ursprünglich standen auf dem Gelände der Królikarnia eine Brauerei, eine Ziegelei, ein Gasthaus, eine Mühle und eine Scheune. Heute finden wir hier aber einen wunderschönen Palast mit dem Skulpturenmuseum, das am 26. Januar 1965 eröffnet wurde. Dort gibt es Wechselausstellungen mit Werken polnischer und internationaler zeitgenössischer Künstler.
Der angrenzende Park bietet nicht nur viele Bäume und Sträucher, sondern auch den Skulpturenpark. Hier sehen wir ausgewählte Werke aus der reichen Sammlung des Nationalmuseums in Warschau. Vielleicht ist er nicht der größte Park der Stadt, aber einen Besuch ist er auf jeden Fall wert.
- Pole Mokotowskie
Bevor dieser schöne Ort zu einem der beliebtesten Parks der Warschauer wurde, war er im 19. Jahrhundert ein Truppenübungsplatz. Später nutzte man das Gelände als Militär-, Sport- und Passagierflughafen sowie für Sportveranstaltungen. Ursprünglich war Pola Mokotowskie 200 Hektar groß, heute sind es noch 70. Das reicht aber locker, um zu entspannen und die Zeit zu genießen!
Ein Radweg führt durch den Park. Deshalb begegnen wir hier vielen Radfahrern, Skatern und Läufern. Wer mag, setzt sich einfach ins Gras und genießt die Sonne. Außerdem gibt es mehrere Restaurants, und im Sommer sorgen viele Foodtrucks dafür, dass niemand hungrig bleibt.
- Kabaty-Wald
Der Kabaty-Wald ist eines der beliebtesten Ausflugsziele der Warschauer. Er liegt etwas außerhalb des Zentrums, aber noch innerhalb der Stadtgrenzen. Mit der U-Bahn kommen wir schnell und unkompliziert hin.
Im Kabaty-Wald ist für alle etwas dabei: für Aktive genauso wie für alle, die Ruhe suchen. Es gibt Fitness- und Radwege, aber auch Erholungszonen, Schutzhütten, Bänke und Kinderspielplätze.
Mit etwas Glück sehen wir auf den Wegen Füchse, Dachse, Wiesel, Baum- und Steinmarder oder Igel. Bei den Bäumen finden wir Eichen, Kiefern, Espen und Spitzahorn, aber auch Apfel- und Birnbäume.
- Der Dachgarten der Universitätsbibliothek Warschau
Der Dachgarten der Universitätsbibliothek Warschau zählt zu den größten und schönsten Dachgärten Europas. Er besteht aus zwei Teilen: einem oberen (2.000 m²) und einem unteren (15.000 m²) mit Teich, Brunnen und mehreren Granitskulpturen. Von oben genießen wir einen tollen Blick aufs Stadtpanorama und die Weichsel. Die Pflanzen sind nach Farben sortiert: Gold, Silber, Karminrot und Blau.

Der Garten ist von April bis Oktober geöffnet. Bitte prüfen Sie vor Ihrem Besuch die genauen Öffnungszeiten.
- Botanischer Garten der Universität Warschau
Dieser relativ kleine Garten liegt ganz in der Nähe des beliebten Łazienki-Parks und wird deshalb oft übersehen. Dabei ist er ein wunderbarer Rückzugsort für alle, die einfach nur die Natur genießen wollen. Setzen Sie sich auf eine Bank unter einen der majestätischen alten Bäume oder entdecken Sie Tausende von Pflanzenarten aus Polen und fernen Ländern.
Der Garten ist in verschiedene Bereiche unterteilt: Es gibt Abteilungen für Heil-, Zier- und Kletterpflanzen sowie Pflanzen aus verschiedenen Lebensräumen. In einem der Gewächshäuser fühlen Sie sich für einen Moment wie in den Tropen. Dort wachsen riesige Kakteen, Palmen, Feigen- und Orangenbäume, Vanille, Kaffeesträucher, Avocados und sogar fleischfressende Pflanzen. Der Garten ist von Mai bis August geöffnet.
- Kulturpark in Powsin
Dieser Park wurde in den 1930er-Jahren als Golfplatz angelegt. Bis heute ist der Kulturpark in Powsin ein idealer Ort für alle, die ihre Zeit gerne aktiv verbringen. Hier gibt es Basketball- und Volleyballfelder, Schachtische, ein Freibad, eine Konzertbühne und vieles mehr. Außerdem kann man das ganze Jahr über kleine Hütten mieten.
Das waren unsere Tipps! Erfahren Sie noch mehr über Warschau und seine faszinierenden Orte und buchen Sie jetzt Ihren Platz auf unseren Touren!
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