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9 Filme, die du vor oder nach deinem Warschau-Besuch sehen solltest.

Entdecken Sie die Geschichte Warschaus auf der Leinwand. Filme wie „Der Pianist“, „Der Kanal“ und „Jack Strong“ erzählen vom Ghetto, dem Aufstand und dem Kalten Krieg - eine perfekte Einstimmung auf Ihren Besuch.

Culture • History • 5 Min. Lesezeit

Warschau ist eine Stadt mit einer unglaublich reichen Geschichte. Kein Wunder also, dass ihr Schicksal seit jeher Künstler aus aller Welt inspiriert. Wahre Geschichten über die Stadt und ihre Bewohner liefern den Stoff für zahlreiche Filme, die Millionen von Menschen weltweit die bewegte Geschichte Warschaus näherbringen. Egal, ob Sie Warschau schon kennen oder Ihre Reise in die polnische Hauptstadt erst planen - es lohnt sich, einen Blick auf die folgenden Filme zu werfen.

1. Der Pianist (2002), Regie: Roman Polański

Diesen Film müssen wir wohl kaum vorstellen. Selbst wenn Sie ihn (noch!) nicht gesehen haben, haben Sie bestimmt schon davon gehört. Roman Polańskis Meisterwerk erzählt die Geschichte von Władysław Szpilman, einem polnischen Pianisten jüdischer Herkunft. Der Film begeisterte Kritiker weltweit und gewann zahlreiche renommierte Preise, darunter den BAFTA, den César und die Goldene Palme in Cannes. Dazu kamen mehrere Oscars, unter anderem für Roman Polański (Beste Regie) und Adrien Brody (Bester Hauptdarsteller). Der Film spielt im Warschau zur Zeit des Zweiten Weltkriegs. Einige der Schauplätze können Sie auch heute noch in der Hauptstadt entdecken, zum Beispiel auf unserer Tour durch das jüdische Warschau.

2. Die Frau des Zoodirektors (2017), Regie: Niki Caro

Dieser Film erzählt die wahre Geschichte von Jan Żabiński, dem Direktor des Warschauer Zoos, und seiner Frau Antonina. Während des Zweiten Weltkriegs versteckte das Ehepaar Juden auf dem Zoogelände. Diese Geschichte war lange Zeit in Vergessenheit geraten, bis die Regisseurin sie 2017 für die große Leinwand wiederentdeckte. Der Film ist absolut sehenswert, aber man sollte im Hinterkopf behalten, dass es keine Dokumentation ist. Obwohl die Handlung auf wahren Begebenheiten beruht, nimmt sich der Film einige historische Freiheiten - aber Hollywood hat eben seine eigenen Regeln. Auf unserer Tour durch das alternative Warschau kommen wir am Warschauer Zoo vorbei, einem der Hauptschauplätze des Films.

3. Die Kinder der Irena Sendler (2009), Regie: John Kent Harrison

Wenn wir gerade beim Zweiten Weltkrieg sind, lohnt sich auch dieser Film über Irena Sendler, eine „Gerechte unter den Völkern“. Sie rettete jüdische Kinder, indem sie sie aus dem Warschauer Ghetto auf die „arische“ Seite schmuggelte. Weltpremiere war am 19. April 2009, genau am 66. Jahrestag des Aufstands im Warschauer Ghetto. Der Film wurde zwar nicht so bekannt wie „Der Pianist“ (in den USA lief er nur im Fernsehen, nicht im Kino), aber er ist absolut sehenswert. Auch wegen Anna Paquin, die 1993 den Oscar als beste Nebendarstellerin gewann.

4. Korczak (1990), Regie: Andrzej Wajda

Einer der unterschätztesten polnischen Filme über den Zweiten Weltkrieg. „Korczak“ erzählt die Geschichte von Janusz Korczak - Erzieher, Pädagoge, Lehrer und Leiter eines jüdischen Waisenhauses - und von seinen Schützlingen. Hier passt einfach alles: eine starke Geschichte, ein hervorragendes Drehbuch der bekannten Regisseurin Agnieszka Holland, die großartige Regie des Oscar-Preisträgers für sein Lebenswerk Andrzej Wajda und schauspielerische Weltklasse (Wojciech Pszoniak als Janusz Korczak ist brillant!). Ein Muss für alle, die sich für Geschichte oder Kino interessieren.

5. Kanał (1956), Regie: Andrzej Wajda

„Kanał“ (Der Kanal) gehört zu den wichtigsten polnischen Filmen überhaupt. Andrzej Wajda drehte ihn 1956. Er zeigt die letzten Momente des Warschauer Aufstands: Eine Einheit der Heimatarmee versucht, durch die Kanalisation nach Śródmieście zu gelangen, das sich noch verteidigt. Der Film machte schon vor über einem halben Jahrhundert im Westen auf das polnische Kino aufmerksam. Damals entstand auch der Begriff „Polnische Filmschule“. 1957 bekam Andrzej Wajda für „Kanał“ den Sonderpreis der Jury bei den Filmfestspielen von Cannes. Interessant: Alle Aufständischen wurden von Studierenden der Staatlichen Hochschule für Theater in Warschau gespielt.

6. City 44 (2014), Regie: Jan Komasa

Eine Geschichte über Liebe, Freundschaft und die Suche nach Abenteuern - mitten in der blutigen, brutalen Realität des Warschauer Aufstands von 1944. Es ist der erste Film seit Andrzej Wajdas „Kanał“, der sich ganz dem Warschauer Aufstand widmet. Auch wenn er bei Kritikern nicht besonders gut ankam, hat er vielen jungen Menschen diese Zeit nähergebracht. Wenn Sie sich dafür interessieren, nehmen Sie an unserer Tour Warsaw at War teil. Unsere Guides erzählen Ihnen dabei vom Kampf, vom Heldentum und vom Alltag während der Besatzung.

7. Kamienie na szaniec (2014), Regie: Robert Gliński

Der Film ist die Verfilmung des gleichnamigen Buches von Aleksander Kamiński, das während der deutschen Besatzung entstand. Er erzählt die Geschichte einer Gruppe Warschauer Pfadfinder, die mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs erwachsen werden und vom Krieg vor unmögliche Entscheidungen gestellt werden. Die Hauptfiguren sind drei Freunde und Mitglieder der „Grauen Reihen“ (Szare Szeregi): Jan Bytnar „Rudy“, Tadeusz Zawadzki „Zośka“ und Aleksy Dawidowski „Alek“. In Polen ist die Geschichte sehr bekannt, da das Buch zur Schulpflichtlektüre gehört.

8. Jack Strong (2014), Regie: Władysław Pasikowski

Ein politischer Thriller, der auf der wahren Geschichte von Ryszard Kukliński (alias Jack Strong) basiert. Kukliński war Oberst der Polnischen Volksarmee und spionierte während des Kalten Krieges für die CIA. Obwohl er eine sehr umstrittene Persönlichkeit ist, bezieht der Film selbst keine Stellung. Der Film fesselt fast zwei Stunden lang und ist einfach großartig gemacht. Zum Erfolg des Films trug maßgeblich Marcin Dorociński bei, einer der besten polnischen Schauspieler des 21. Jahrhunderts, der die Hauptrolle spielt. Sein Gesicht kennen Sie vielleicht aus der Serie Das Damengambit, wo er Valeriy Borgov spielt, den Rivalen von Anya Taylor-Joys Elisabeth Harmon. Mehr über diese Epoche erfahren Sie auf unserer Communist Warsaw tour.

9. Maria Skłodowska-Curie (2016), Regie: Marie Noelle

Marie Noelles Film ist nicht der erste Versuch, die Biografie der herausragenden Wissenschaftlerin auf die Leinwand zu bringen, aber Maria Skłodowska-Curie ist ein sehr gelungener Film. Er erzählt die erstaunliche Lebensgeschichte der Entdeckerin zweier chemischer Elemente und zeichnet zugleich das Porträt einer außergewöhnlichen Frau. Mit ihrer Intelligenz und harter Arbeit schaffte sie es, sich in der von Männern dominierten Welt der Wissenschaft durchzusetzen. Maria Skłodowska-Curie war zweifellos eine bemerkenswerte Persönlichkeit. Es lohnt sich, so viel wie möglich über sie zu erfahren – sei es durch diesen Film oder auf unserer Warsaw Historic Centre tour.

 

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